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Das Dilthey-Modell

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Der Nobelpreisträger für Chemie, Herold C. Urey (* 29. April 1893 in Walkerton im US-Bundesstaat Indiana; † 5. Januar 1981 in La Jolla, Kalifornien), schlug in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhundert eine Begründung für die Entstehung der Sauerstoffhülle auf der Erde vor. Dieses Musterbeispiel für Rückkopplungseffekte ging als „Urey-Effekt“ in die Wissenschaftsgeschichte ein.

Der Effekt beschreibt den Zusammenhang zwischen der UV-Strahlung und der Photolyse: Wasser wird durch energiereiche UV-Strahlung in Sauerstoff und Wasserstoff gespalten. Sauerstoff ist allerdings ein wirksamer UV-Filter und je mehr Sauerstoff in der Atmosphäre ist, desto weniger kann Photolyse stattfinden. Dieses Wechselspiel führte zu einem Gleichgewicht, welches Leben auf der Erde überhaupt erst ermöglichte, denn energiereiche UV-Strahlung zerstört auch organische Moleküle.

Das Dilthey-Modell enthält durch seine Besteuerungs- und Berechnungsart eine ähnliche Selbstregulation über Rückkopplungseffekte.

Der Kommunismus versuchte mit der Planwirtschaft, das Angebot und die Nachfrage in Einklang zu bringen. Die freie Marktwirtschaft ist auf Wachstum ausgerichtet und versucht das Angebot prinzipiell immer zu vergrößern und dafür eine Nachfrage zu generieren. Dies hauptsächlich deshalb, weil die unterschiedliche Verteilung von Produktionsmitteln dieses Wachstum erfordern.

Durch die dynamische Ausgestaltung des Dilthey-Modells wird oben beschriebener „Urey-Effekt“ – eine natürliche Form der Kybernetik - auf die Wirtschaft übertragen.

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